Einer davon sind geschlechterstereotype Zuschreibungen in Bezug auf Fähigkeiten und Charaktereigenschaften von Männern und Frauen, die gerade bei hohen Führungspositionen eine große Rolle spielen. Medien, darunter Zeitungen, sind ein wichtiger Kanal, über den Geschlechterstereotype transportiert werden. Empirische Studien belegen beispielsweise die stereotypisierte Darstellung von Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen in Zeitungen.
Frauen in diesen Rollen werden häufiger mit Attributen beschrieben, die Familien- und Gemeinwohlorientierung assoziieren lassen, während in der Berichterstattung über Männer in ihren Rollen als Politiker oder Wissenschaftler häufiger deren Fachwissen und Kompetenz betont wird.
Um die Darstellung von Frauen und Männern in hohen Führungspositionen der Privatwirtschaft in deutschen Medien zu untersuchen, wurden für diese Studie mehr als 48 000 Artikel aus drei überregionalen deutschen Tageszeitungen der Jahre 2010 bis 2022 ausgewertet. Alle diese Artikel beinhalten den Namen eines oder einer Vorsitzenden eines Aufsichtsrats oder eines Vorstands der 160 in den DAX-Indizes notierten Unternehmen.
Die Studie des DIW Berlin finden Sie unter diesem Link.